Freie Routerwahl: Details zur Umsetzung bei Unitymedia

Zum 1. August 2016 tritt das Gesetz zur sogenannten Routerfreiheit nach einer knappen Übergangsfrist in Kraft. Neu- und Bestandskunden von Unitymedia können ab diesem Stichtag unsere Leistungen auch über Fremdgeräte ihrer Wahl abrufen. Zurzeit arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung der gesetzlichen Regelung – auch, weil wir unseren langjährigen Kunden ein Plus an Routerfreiheit und Service bieten wollen.

Ab dem 1. August können neue Kunden von Unitymedia entscheiden, ob sie unsere Router nutzen wollen oder Fremdgeräte. So sieht es das Gesetz vor. Wir wollen natürlich unseren langjährigen Kunden ebenfalls die Möglichkeit zur freien Routerwahl lassen. Deshalb bieten wir auch unseren Bestandskunden im Privatkundensegment, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, ab dem 1. August die freie Routerwahl.

Privatkunden, die seit April 2013 in einem Vertragsverhältnis mit Unitymedia stehen, erhalten auf Wunsch ab dem 1. August die benötigten Informationen, um einen eigenen Router nutzen zu können. Kunden mit noch länger bestehenden Verträgen bieten wir an, in ein aktuelles Produktangebot zu wechseln, um von der Routerfreiheit Gebrauch machen zu können.

Für Neu- und Bestandskunden im Geschäftskundensegment gelten aufgrund der engen Verzahnung von Telekommunikations- und besonderen Serviceleistungen abweichende Regelungen. Doch auch hier bieten wir Neukunden sowie Bestandskunden, die ihren Vertrag verlängern (mit Neustart der Mindestvertragslaufzeit),  ab dem 1. August die Möglichkeit, ihren Router frei zu wählen. Dabei verzichten sie jedoch auf ausgewählte Service- und gegebenenfalls auch auf technische Dienstleistungen.

Für Privat- und Bestandskunden gilt: Damit unsere Dienste auf den von ihnen gewählten Fremdgeräten reibungslos funktionieren, muss das gewählte Gerät der ab dem 1. August geltenden Schnittstellenbeschreibung entsprechen. Wir werden diese Schnittstellenbeschreibung wie vorgeschrieben bis zum 1. August unter anderem auf unserer Website veröffentlichen.

Häufig gestellte Fragen zur Routerfreiheit

Ich bin Privatkunde. Gilt die freie Routerwahl auch für Bestandskunden?

Ja, sowohl Neu- als auch Bestandskunden, die einen Privatkundentarif bei Unitymedia buchen oder nach April 2013 gebucht haben, können ein eigenes Kabelmodem ab 1.8. nutzen, sofern dieses der von Unitymedia veröffentlichten Schnittstellenbeschreibung entspricht.

Warum muss ich einen Tarif ab 2013 gebucht haben, um einen eigenen Router verwenden zu dürfen?

Die Einführung der Routerfreiheit erfordert zur Umsetzung eine umfangreiche Anpassung der IT-Systeme für die einzelnen Tarife. Für die ganze Breite des historischen Tarif-Portfolios ist das nicht zu leisten, vom Gesetz aber auch nicht gefordert, da die Routerfreiheit verpflichtend nur für Neuverträge gilt. Wir wollen aber, dass auch Bestandskunden dieses Wahlrecht nutzen können, deshalb haben wir uns für die Stichtagsregelung entschieden, die den ganz großen Teil der Kunden mit umfasst, sowie ergänzend die Tarifwechseloption für interessierte Kunden mit vereinzelten, noch älteren Tarifen.  (aktualisiert am 11.7.)

Ich bin B2B-Kunde. Können auch Geschäftskunden einen eigenen Router verwenden?

Neukunden sowie Bestandskunden im Geschäftskundensegment, die ihren Vertrag verlängern (mit Neustart der 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit), bieten wir ab dem 1. August die Möglichkeit, ihren Router frei zu wählen. Dabei verzichten sie jedoch auf ausgewählte Service- und gegebenenfalls auch auf technische Leistungen. Um welche es sich dabei handelt, ist abhängig vom gebuchten Tarif. Grund dafür ist enge Verzahnung von Telekommunikations- und besonderen Serviceleistungen.

Wie stelle ich als Unitymedia Kunde sicher, dass mein eigener Router reibungslos funktioniert?

Der Router muss den Vorgaben aus der Schnittstellenbeschreibung entsprechen, die Unitymedia nach den Anforderungen des Gesetzgebers bis zum 1.8. veröffentlichen wird. Nur dann ist gewährleistet, dass der bei Unitymedia gebuchte Leistungsumfang tatsächlich vollumfänglich nutzbar ist. Geräte, die dieses Kriterium nicht erfüllen, funktionieren möglicherweise, aber eben vielleicht nicht mit der vollen Leistung.

Was muss ich tun, um meinen eigenen Router in Betrieb nehmen zu können?

Ab dem 1. August sollte der wechselwillige Kunde uns die Mac-Adresse und Seriennummer seines Modems telefonisch mitteilen. Unitymedia kann dann das ausgewählte Medium dem Vertrag des Kunden zuordnen. Die Zugangsdaten für Telefonie werden anschließend von Unitymedia im Online-Kundencenter hinterlegt und dem Kunden auf Wunsch zusätzlich per Brief zugestellt. Zugangsdaten für die Internetverbindung wie bei DSL-Anschlüssen gibt es aufgrund der Besonderheiten des Kabelnetzes nicht. Die Provisionierung des Kabelmodems, also beispielsweise die Zuweisung der gebuchten Bandbreite, erfolgt über die DOCSIS-Spezifikation. Dabei handelt es sich um einen Standard, der die Datenübertragung im Kabelnetz ermöglicht.

Bei wem muss ich mich melden, um die Seriennummer und die MAC-Adresse meines Kabelrouters zu übermitteln?

Bitte wenden Sie sich ab 1.8. telefonisch an unseren Kunden-Support.

Wieso unterscheidet sich das Verfahren von der DSL-Technologie?

Das Kabelnetz ist ein „Shared Medium“, der Prozess bei der Inbetriebnahme eines eigenen Routers fällt aufgrund der Besonderheiten anders aus als bei der DSL-Technik. Zugangsdaten für die Internetverbindung wie bei DSL-Anschlüssen gibt es aufgrund der Besonderheiten des Kabelnetzes nicht. Die Provisionierung des Kabelmodems, also beispielsweise die Zuweisung der gebuchten Bandbreite, erfolgt über die DOCSIS-Spezifikation. Dabei handelt es sich um einen Standard, der die Datenübertragung im Kabelnetz ermöglicht.

Kann ich einen beliebigen DSL-Router verwenden, um damit meine Internetverbindung künftig herzustellen?

Nein, Sie benötigen zunächst ein speziell für das Kabelnetz vorgesehenes Kabelmodem, das der von Unitymedia veröffentlichten Schnittstellenbeschreibung entspricht, um die Internetverbindung herzustellen. Einen  DSL-Router können Sie dann hinter dem Kabelmodem oder hinter den Kabelrouter zusätzlich betreiben. Dies ist auch heute schon möglich.

Bei Nutzung eines eigenen Routers: Wer kümmert sich um Updates und hilft bei Fragen?

Nutzer eigener Router müssen sich eigenständig um Firmware-Updates der Router kümmern und sich bei Fragen rund um den Router an den Routerhersteller wenden. Es wird also weder einen kostenfreien Austausch des Routers im Schadfall, noch eine Vor-Ort- Unterstützung im Fehlerfall durch Techniker geben.

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